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KV verschenkt Punkte an Kaltental

In einem spannenden und niveauarmen Verbandsligaspiel mussten die Kegler des KV Geislingen 2000 den VfL Stuttgart-Kaltental mit zwei Punkten im Gepäck nach Hause fahren lassen. Das Spiel endete mit 2:6 Punkten bei 3206:3230 Kegeln zu Gunsten der Gäste.

Nach einem vielversprechenden Start und Satzgewinnen von Robin Winkler und Matthias Reiter mussten beide Startspieler ordentlich Federn lassen und verloren komplett den Faden. Jan Schimmel -vorher für die zweite Mannschaft aktiv-  ersetzte Winkler nach 60 Wurf, doch spielte auf demselben schwachen Niveau weiter. Mit mageren 503 Kegeln konnten Winkler/Schimmel gegen Pretze (537) nichts ausrichten. Reiter hingegen konnte sich auf der letzten Bahn entscheidend absetzen und gewann gegen Ziebe (535) mit, für ihn nicht zufriedenstellenden, 548 Kegeln den Mannschaftspunkt.

21 Kegel Rückstand mussten Marvin Kurz und Jannis Fuchs demnach mit ins Mittelpaar nehmen. Marvin Kurz fand wie seine Mitspieler davor auch nicht in die Spur, doch lies nach einem guten dritten Satz die Hoffnung auf einen weiteren Duellsieg aufkommen. Am Ende verlor er mit 521 Kegeln dennoch äußerst knapp gegen Walter (527). Fuchs spielte zumindest drei durchaus akzeptable Sätze, musste aber einen miserablen zweiten Satz verkraften, der ihm am Ende das Genick brach. Mit 542 Kegeln unterlag auch er Kirsch (547) nur um wenige Kegel.

Für die beiden Geislinger Leistungsträger David Kern und Oliver Vogelbacher war am Ende noch alles drin, doch keiner von beiden konnte die entscheidenden Kegel aufholen. Vogelbacher kam nach einem konstanten Spiel auf 549 Kegel, verlor aber frühzeitig gegen den Tagesbesten Aretz (570). Zwischenzeitlich kochte die Stimmung im Kegelzentrum aufgrund des spannenden Nervenkrimis über, doch auch dies konnte das mögliche Unentschieden nicht herbeiführen. Kern spielte ebenfalls konstant, wenn auch leicht unter seinen Möglichkeiten und konnte zumindest mit einem weiteren Mannschaftspunkt dank seiner 543 Kegel (gegen Schmidt/514) Ergebniskosmetik betreiben.

Das Spiel hätte genauso gut in die andere Richtung kippen können, hätten die Geislinger zwischenzeitlich etwas geschickter oder glücklicher agieren können. Dies ist angesichts der unterirdischen Gesamtleitung des Teams aber kein Trost, da der ebenfalls nicht hochklassig spielenden Kaltentaler Mannschaft viel geschenkt wurde. Nun gilt es, dies „verbandsligaunwürdige und grausame Spiel“, so Schimmel bei der offiziellen Beendigung des Spiels wörtlich, so schnell wie möglich abzuhaken. Der KV verweilt auf Platz 5 mit 4 Punkten Vorsprung auf Rang 8. Nächste Woche steht die erste Pokalrunde bevor.

Published inMänner 1Spielbetrieb