Am zwölften Spieltag in der Kegel-Oberliga Südwürttemberg hat der KV Geislingen II endlich seinen lange herbeigesehnten ersten Saisonsieg eingefahren. Im Auswärtsspiel bei der ebenfalls akut abstiegsgefährdeten TSG Bad Wurzach II gewannen die Gäste nach einer sehr guten Leistung mit 5.5:2.5 Punkten und 3368:3215 Kegeln.
Im Startpaar entwickelte sich zwischen Gerd Sperle und Wurzachs Routinier Arnold Zapf ein spannendes Duell. Nach verlorenem ersten Satz (137:143) und unentschiedenem zweiten Durchgang (141:141), schaffte Sperle mit sehr guten 155:135 den Satzausgleich. Auf der Schlussbahn musste Sperle seinen Kontrahenten allerdings ins Abräumen ziehen lassen und verlor trotz der höheren Kegelzahl (557:551) unglücklich mit 1,5:2,5 Sätzen. Parallel dazu zeigte Marvin Kurz, der zuvor schon im Spiel der ersten Mannschaft mit einer Topleistung aufwartete, erneut eine hervorragende Leistung. Mit 613:521 Kegeln verbuchte Kurz alle vier Sätze für sich, schaffte damit nicht nur den 1:1-Ausgleich nach den ersten beiden Einzeln, er trug auch entscheidend dazu bei, dass der KVG bereits mit 98 Zählern in Führung lag.
Die Geislinger Mittelachse bildeten Sebastian Schmidt gegen Christoph Pflug und Marcel Vogelbacher gegen Güven Cicek. Schmidt drehte einen 0:1-Rückstand (129:136), indem er die beiden Folgesätze gewann und damit vor der Schlussbahn mit elf Kegeln in Führung lag. Mit einem starken Schlussspurt schaffte Pflug tatsächlich noch den Ausgleich bei je 530 Kegeln, was zu einer Punkteteilung in diesem Duell führte. Vogelbacher ging dagegen mit sehr guten 143:135 in Führung, ehe er sein Wurzacher Gegenüber ziehen lassen musste. Mit 1:3 Sätzen und 536:557 Kegeln ging dieser Punkt auf das Konto der Allgäuer, die damit mit 2,5:1,5 Punkten führten. Im Kampf um die beiden Zusatzpunkte hatte allerdings der KVG mit immer noch 77 Kegeln Vorsprung die Nase vorn.
Im Schlusspaar, in dem der KVG für den ersten Saisonsieg noch einen Einzelpunkt und die bessere Gesamtkegelzahl benötigte, spielten für die Gäste Oliver Vogelbacher gegen Marcel Brandau und Reiner Fuchs gegen Manuel Stölzle. Und beide Geislinger starteten direkt vielversprechend: Vogelbacher ging mit 2:0 Sätzen (265:254) ebenso in Führung wie Fuchs, der großartig aufspielte und seinem Gegner mit 297:251 deutlich davonzog. Auch der dritte Durchgang ging jeweils an die Geislinger, Vogelbacher gewann mit 152:146 und holte sich vorzeitig seinen Einzelsieg, Fuchs tat ihm dies gleich und dominierte mit 149:120. Das Match war damit endgültig entschieden und so durfte sich Karl Weidenbacher nach monatelanger krankheitsbedingter Pause über sein Comeback freuen, als er für die letzten 30 Kugeln für Vogelbacher eingewechselt wurde. Zwar gab Weidenbacher den letzten Satz ab (126:142), insgesamt gewannen Vogelbacher/Weidenbacher aber sicher mit 3:1 Sätzen (543:542). Fuchs hingegen schraubte sein Ergebnis bei 3,5:0,5 Sätzen auf hervorragende 589:514 Kegel, was den 5,5:2,5-Sieg mit einem Plus von 153 Kegeln für sein Team endgültig perfekt machte.
Mit jetzt 4:20 Punkten bleibt der KVG II zwar Letzter hinter der TSG Bad Wurzach II (5:19), der Abstand zum ersten möglichen Nichtabstiegsplatz, den momentan der TSV Niederstotzingen innehat, beträgt sechs Spieltage vor Schluss aber nur noch zwei Punkte.
