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Grandiose Aufholjagd wird nicht belohnt

Der KV Geislingen hat sein Verbandsligaspiel beim Tabellenführer und designierten Meister KSC Hattenburg nach hartem Kampf und insgesamt sehr guter Leistung knapp mit 3:5 Punkten (3590:3611 Kegel) verloren. Im Vergleich zu den enttäuschenden Vorstellungen in den letzten beiden Spielen zeigte das Team aus der Fünftälerstadt wieder ein anderes Gesicht und musste sich am Ende nur denkbar knapp geschlagen geben.

In Hattenburg starteten für den KVG Marvin Kurz gegen Roland Chioditti und Herbert Fäßler gegen Dennis Zohner. Kurz erwischte einen guten Start und ging mit 150:142 Kegeln in Führung, ehe er nach einem schwachen zweiten Durchgang (126:154) den Satzausgleich hinnehmen musste. Kurz steigerte sich im dritten Durchgang auf hervorragende 167 Kegel, doch Chioditti setzte mit 179 Kegeln noch einen drauf. Auf der Schlussbahn kam Kurz zunächst noch einmal heran, musste sich dann aber aufgrund eines schwachen Abräumens mit 1:3 Sätzen und 566:614 Kegeln beugen. Auf den anderen Bahnen begann Fäßler solide mit 144:145 Kegeln, im zweiten Durchgang kam er zwar nach schwachem Volle dank eines sehr guten Abräumens wieder zurück ins Spiel, lag aber dennoch zur Halbzeit mit 0:2 Sätzen und 302:315 Kegeln zurück. Auf der dritten Bahn verkürzte Fäßler mit 152:140 auf 1:2 und steigerte sich mit einem fulminanten Schlussspurt (174:124) auf sehr gute 628 Kegel, wodurch er nach 2:2 Sätzen sein Einzel gegen Zohner (579) sicher gewann.

Mit 1:1 Punkten und dem marginalen Vorsprung von einem Kegel ging das Geislinger Mittelpaar Karl Weidenbacher und Jan Schimmel ins Rennen. Weidenbacher kam in seiner Partie gegen Tobias Saiger überhaupt nicht zurecht und wurde nach dem ersten Durchgang (108:154 Kegel) gegen Marcel Vogelbacher ausgetauscht. Vogelbacher machte seine Sache sehr ordentlich, am Ende verlor das Geislinger Duo aber glatt mit 0:4 Sätzen und insgesamt schwachen 507:595 Kegeln. Schimmel lieferte sich zeitgleich gegen den Hattenburger Jochen Seitz ein spannendes Match auf Augenhöhe. Der Geislinger verlor trotz sehr guter Vorstellung die ersten beiden Sätze mit 150:162 und 148:150 Kegeln, ehe ihm mit einem 157:150-Satzsieg der Anschluss gelang. Auf der Schlussbahn war Seitz in den entscheidenden Momenten aber zur Stelle, sodass Schimmel am Ende mit 1:3 Sätzen trotz sehr guter 605:617 Kegel den Kürzeren zog.

Mit einem 1:3-Rückstand und einem Minus von 99 Zählern in der Gesamtkegelzahl hatten für den KVG David Kern gegen Andre Weitzmann und Benjamin Teichert gegen den schnittbesten Hattenburger Matthias Moser die nahezu unlösbare Aufgabe dem Spiel noch eine entscheidende Wende zu geben. Doch beide Geislinger zeigten von der ersten Kugel an, dass sie sich noch nicht geschlagen geben wollten und attackierten die Gastgeber. Kern erwischte einen Traumstart und ging mit hervorragenden 162:139 und 169:139 Kegeln klar mit 2:0 in Führung. Teichert bot parallel dazu Moser die Stirn und wechselte nach 1:1 Sätzen und sehr guten 304:318 Kegeln. 60 Kugeln vor Schluss lag der KVG damit aber immer noch mit 60 Kegeln im Rückstand. Auch auf der dritten Bahn zeigten die beiden Geislinger guten Kegelsport, dennoch verloren beide ihren Satz, weil sich plötzlich die Hattenburger in einen wahren Rausch spielten. So verlor Kern mit 156:175 und Teichert mit 148:168 Kegeln, sodass der Rückstand vor der Schlussbahn erneut 99 Kegel betrug. Trotzdem steckten die Geislinger nicht auf und kamen nach dem Volle auf 67 Kegel heran. Teichert nutzte am Ende die Schwächephase seines Kontrahenten aus siegte nach 2:2 Sätzen mit sehr guten 616:614 Kegeln gegen Moser. Parallel dazu brillierte Kern auf der Schlussbahn mit unglaublichen 181:139 Kegeln und schraubte damit sein Ergebnis auf sensationelle 668:592 Kegel, die sowohl einen neuen Bahnrekord in Hattenburg als auch einen neuen Vereinsrekord beim KV Geislingen bedeuteten. Trotz dieses immensen Schlussspurts der Geislinger retteten die Gastgeber einen Vorsprung von 21 Kegeln ins Ziel, sodass der KVG mit einer 3:5-Niederlage die Heimreise antreten musste.

Die insgesamt sehr gute Mannschaftsleistung sollte dem KVG für das anstehende Viertelfinalspiel im WKBV-Pokal gegen die SG Aulendorf am kommenden Samstag Selbstvertrauen geben, um als Titelverteidiger erneut in das Final Four einzuziehen.

Published inMänner 1Spielbetrieb