Aller guten Dinge sind drei: Bei seiner dritten Teilnahme im Pauly DKBC-Pokal hat der KV Geislingen erstmals in seiner Vereinsgeschichte ein Spiel auf nationaler Ebene gewonnen. Mit 6:2 Punkten (3472:3399 Kegel) rang der KVG den Zweitliga-Absteiger SKC Kleeblatt Berlin in einem äußerst spannenden Match nieder und schaffte so den Einzug in die zweite Runde.
Die Gastgeber, die verletzungsbedingt auf Marvin Kurz verzichten mussten, starteten mit Robin Winkler und Benjamin Teichert gegen die Berliner Christian Drache und Enrico Bosch. Winkler erwischte einen herausragenden Start und ging mit 165:146 und 165:164 Kegeln mit 2:0 Sätzen (330:310) in Führung. Im dritten Satz verflachte das Duell (121:131), ehe Drache mit einem fulminanten Schlussspurt Winkler keine Chance mehr ließ (143:167). Trotz insgesamt sehr guter Leistung verlor Winkler nach 2:2 Sätzen mit 594:608 Kegeln. Auf den anderen Bahnen musste Teichert nach einer 152:131-Führung, den Satzausgleich hinnehmen (133:156). Teichert steigerte sich auf den zwei Folgebahnen deutlich und übernahm zunehmend das Ruder. Mit starken 161:131 und 149:136 holte Teichert letztlich klar mit 3:1 Sätzen und 595:554 Kegeln den ersten Punkt für sein Team.
Mit einem 1:1 in den Einzeln und einem knappen Vorsprung von 27 Kegeln ging das Mittelpaar auf die Bahnen, in dem Jan Schimmel auf Anton Drache und Matthias Hecht auf den ehemaligen Mannschaftsweltmeister Sven Tränkler trafen. Schimmel legte einen überzeugenden Start hin und gewann mit 157:143 Kegeln. Nachdem er auch den zweiten Durchgang mit 142:136 gewann, schaffte er durch einen knappen 141:140-Satzsieg bereits vorzeitig die Entscheidung. Am Ende gewann Schimmel glatt mit 4:0 Sätzen und guten 579:550 Kegeln. Auch Hecht überzeugte auf der ersten Bahn und ging mit 155:150 Kegeln in Führung. Ab der zweiten Bahn zeigte Hecht eine durchwachsene Leistung mit einigen Höhen und Tiefen. Dies nutzte sein Berliner Gegenüber eiskalt aus und ließ Hecht mit gleichmäßigen Durchgängen zwischen 148 und 153 Kegeln keine Chance mehr. Mit 1:3 Sätzen und 552:600 Kegeln ging dieser Punkt auf das Konto der Gäste aus der Hauptstadt.
Mit einem 2:2-Unentschieden und einem winzigen Vorsprung von acht Kegeln übernahmen David Kern und Herbert Fäßler die Partie. Beide Geislinger starteten aber äußerst schwach: Während Kern seinen 0:1-Rückstand (125:135) gegen Andreas Kupsch auf der zweiten Bahn egalisieren konnte (140:130), lag Fäßler nach zwei Durchgängen bereits mit 0:2 Sätzen und mageren 260:283 Kegeln gegen Martin Asmus zurück. In der Gesamtkegelzahl führte jetzt Berlin mit 15 Kegeln. Auf der dritten Bahn schafften die beiden Geislinger nach einem praktisch ausgeglichenen Volle beim Abräumen aber die erneute Wende. Kern holte den dritten Satz mit 141:137, Fäßler machte zeitgleich mit hervorragenden 163:127 Kegeln wichtige Zähler gut, sodass der KVG mit einem Plus von 25 Kegeln auf die Schlussbahn ging. Kern und Fäßler zeigten sich jetzt nervenstark und dominierten ihre jeweiligen Gegner ins Volle. Kern führte im Schlusssatz mit sehr guten 103:96 ebenso wie Fäßler, der mit 103:99 in Front lag, wodurch vor den letzten 15 Kugeln ein Plus von 36 Kegeln auf der Anzeige stand. Zwar verlor Kern noch seinen Satz (148:150), dennoch holte er nach 2:2 Sätzen seinen Einzelpunkt mit 554:552 Kegeln. Fäßler hingegen brannte ins Abräumen nochmal ein Feuerwerk ab und ließ Asmus regelrecht stehen. Mit 175:125 Kegeln holte Fäßler nach 2:2 Sätzen mit dem besten Geislinger Tagesergebnis von 598:535 Kegeln den vierten Einzelpunkt, die beiden Zusatzpunkte gingen mit einem Plus von 73 Kegeln letztlich deutlich auf das Konto des KVG zum viel umjubelten Endstand von 6:2. Die Auslosung für die zweite Runde findet am kommenden Freitag (18.09) in Zerbst statt.

