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Im Weinort Markelsheim hängen die Trauben zu hoch

Der KV Geislingen hat am dritten Spieltag der noch jungen Verbandsligasaison seine erste Niederlage kassiert. Beim heimstarken SKC Markelsheim setzte es für den KVG eine satte 1:7-Niederlage trotz ordentlicher 3425:3510 Kegel. „Das Endergebnis sieht jetzt so klar aus, aber das Spiel war in Wirklichkeit viel enger und hätte in dem ein oder anderen knappen Satz auch in die andere Richtung kippen können“, fasste Markelsheims Kapitän Stefan Zürn den tatsächlichen Spielverlauf nach der Partie zusammen.

Der KVG startete im Taubertal mit Robin Winkler gegen Christian Freymüller und Jan Schimmel, der nach seiner Pause in der Vorwoche für den verletzten Marvin Kurz in die Startformation zurückkehrte, gegen Torsten Hefner. Winkler zeigte insgesamt eine solide Leistung mit vier Durchgängen zwischen 139 und 144 Kegeln, gegen seinen glänzend aufgelegten Kontrahenten konnte er damit aber keinen einzigen Satz für sich verbuchen und verlor klar mit 0:4 Sätzen und 565:605 Kegeln. Ähnlich lief es auch bei Jan Schimmel, der trotz ordentlicher Vorstellung nicht gerade vom Glück verfolgt wurde und mehrfach mit seinem Kegelschlag auf der Markelsheimer Anlage haderte. Der Geislinger war bereits nach drei verlorenen Sätzen geschlagen, ehe er wenigstens noch den Ehrenpunkt erzielen konnte, was an seiner 1:3-Niederlage (547:571 Kegel) allerdings nichts mehr ändern konnte.

Mit einem 0:2-Rückstand und einem Minus von 64 Kegeln ging das Geislinger Mittelpaar Matthias Hecht und Herbert Fäßler auf die Bahnen. Hecht präsentierte sich im Vergleich zum letzten Spiel deutlich verbessert und ging mit 2:0 Sätzen und sehr guten 290:247 Kegeln in Führung. Parallel dazu zeigte auch Fäßler eine klasse Vorstellung und führte gegen Markelsheims Youngster Ben Düll zur Halbzeit mit 2:0 Sätzen und hervorragenden 328:295 Kegeln. Damit lag der KVG in der Gesamtkegelzahl mit 12 Zählern in Front. Hecht brach im dritten Durchgang just zu dem Zeitpunkt ein, als Marquardt richtig Fahrt aufnahm und verlor mit 118:157 Kegeln deutlich. Im Schlusssatz fand Hecht wieder in die Spur zurück, konnte aber seine Niederlage nach 2:2 Sätzen und 552:562 Kegeln nicht mehr abwenden. Fäßler kam auf den beiden Schlussbahnen ins Volle nicht mehr gut zurecht, räumte aber weiterhin sehr stark ab (gesamt 256 Kegel) und holte so mit dem besten Geislinger Tagesergebnis einen ungefährdeten 4:0-Sieg mit sehr guten 616:553 Kegeln.

Vor dem Schlusspaar war bei 1:3 Punkten und einem Minus von gerade einmal 11 Kegeln aus Geislinger Sicht noch alles offen. Im Finale traten für den KVG David Kern gegen Jens Haschke und Bejamin Teichert gegen Stefan Zürn an und gleich auf der ersten Bahn brachten sich die beiden Geislinger jeweils in Führung. Während Kern mit 145:140 Kegeln gewann, siegte auch Teichert denkbar knapp mit 149:147 – Zwischenstand: nur noch minus vier. Haschke und Zürn behielten aber einen kühlen Kopf und schlugen postwendend zurück, sodass Kern mit 131:147 ebenso verlor wie Teichert, der trotz sehr guter 150 Kegel um vier Zähler das Nachsehen hatte. Markelsheim hatte jetzt die Oberhand und wurde immer stärker, während Kern und Teichert nichts mehr Entscheidendes entgegensetzen konnten. Kern verlor nach Durchgängen von 137:140 und 153:158 insgesamt mit 1:3 Sätzen und 566:585 Kegeln. Teichert hatte gegen den vor allem in der zweiten Spielhälfte stark auftrumpfenden Zürn keine Chance mehr und verlor trotz guter Leistung (579) gegen den Tagesbesten Zürn, der ausgezeichnete 634 Kegel zu Fall brachte, mit 1:3 Sätzen. Nach 1:5 Punkten aus den Einzeln gingen am Ende mit der Differenz von 85 Kegeln auch die beiden Zusatzpunkte auf das Konto der Gastgeber, die damit verdient ihren zweiten Heimsieg der Saison einfahren konnten.

In der noch nicht wirklich aussagekräftigen Tabelle rangiert der KVG nach dem dritten Spieltag mit 4:2 Punkten hinter dem SVH Königsbronn (6:0 Punkte), dem SKC Markelsheim und der SG Aulendorf (beide ebenfalls 4:2 Punke) auf dem vierten Platz. Da die ursprünglich für kommenden Samstag angesetzte Partie gegen den SVH Königsbronn verlegt wurde, hat der KVG jetzt drei Wochen Zeit, um sich für sein nächstes großes Match vorzubereiten, wenn am 24. Oktober in der 2. Runde des Pauly DKBC-Pokals der TSV Zwickau seine Visitenkarte im Geislinger BKC abgibt.

Published inMänner 1Spielbetrieb