Der KV Geislingen hat das Topspiel in der Verbandsliga Württemberg gegen den SVH Königsbronn letztlich klar mit 6:2 Punkten (3523:3353 Kegel) gewonnen. Das Match zwischen dem Tabellenvierten (KVG) und dem -zweiten aus Königsbronn wurde allerdings erst auf der allerletzten Bahn zugunsten der Hausherren entschieden, bis dato hatten die Gäste immer noch die Chance auf ein Unentschieden. Insbesondere das deutlich bessere Abräumergebnis gab den Ausschlag für den letztlich verdienten Heimsieg der Geislinger.
Im Startpaar trafen zunächst Herbert Fäßler auf Fabian Langer und Marvin Kurz auf Thomas Rieck. Fäßler startete miserabel ins erste Volle und gab den ersten Satz mit indiskutablen 112:127 Kegeln ab. Der Geislinger Kapitän kämpfte sich aber zurück und holte sich nach einer deutlichen Leistungssteigerung und 163:119 Kegeln den zweiten Durchgang. Mit weiteren sehr guten Durchgängen von 154:159 und 162:133 Kegeln schaffte Fäßler am Ende nicht nur den erneuten Satzsausgleich, mit sehr guten 591:538 Kegeln holte er auch den ersten Punkt für sein Team. Kurz verlor den ersten Satz trotz sehr guten Spiels mit 156:162, auf den nächsten beiden Bahnen drehte er aber sein Duell und ging mit einer 2:1-Satzführung (452:440 Kegel) auf die Schlussbahn. Ins Volle blieb Kurz noch an Rieck dran, der Königsbronner zog dann aber ins Abräumen entscheidend davon, sodass Kurz nach 2:2 Sätzen mit 586:608 Kegeln gegen den besten Gästespieler an diesem Tage das Nachsehen hatte.
Mit 1:1 Punkten und einem Plus von 31 Kegeln übergaben Fäßler und Kurz an das Mittelpaar, in dem Jan Schimmel und Matthias Hecht für den KVG aufliefen. Schimmel erwischte gegen Manuel Benz einen wahren Traumstart und setzte seinem klaren 164:127-Auftaktsieg noch einen drauf und holte sich mit einer Weltklassebahn von 174:140 auch den zweiten Durchgang. Nach einem etwas unglücklichen dritten Satz (137:150) steigerte sich Schimmel auf der Schlussbahn (155:125) auf die hervorragende Tagesbestleistung von 630:542 und blieb damit gerade einmal sechs Kegel unter seiner persönlichen Bestleistung. Hecht ging in seinem Duell gegen Pascal Iannaccone dank eines überzeugenden Abräumens mit 154:149 in Führung, konnte dieses Niveau im weiteren Verlauf aber nicht mehr halten. Da aber auch Iannaccone im zweiten Spielabschnitt deutlich nachließ, ging Hecht mit einer 2:1-Satzführung (420:424 Kegel) in den Schlusssatz und hatte mit dem allerletzten Wurf den Sieg in der Hand, vergab diesen aber leichtfertig und verlor sein Duell nach 2:2 Sätzen und 551:556 Kegeln.
Mit 2:2 Punkten und einem Plus von 114 Kegeln ging das Geislinger Schlusspaar David Kern und Benjamin Teichert in die Partie, wobei der KVG bei dem klaren Vorsprung noch einen Einzelpunkt für den endgültigen Sieg benötigte. Kern startete gegen Uwe Fauth verhalten (124:135), fand aber auf der zweiten Bahn immer besser zu seinem Spiel und glich mit 157:136 Kegeln zum 1:1 aus. Parallel dazu begann Teichert furios (165:142) und konnte nach einem zwischenzeitlichen Rückstand auch den zweiten Durchgang mit 142:128 für sich entscheiden. Kern und Teichert verloren jeweils den dritten Satz, sodass Königsbronn immer noch die kleine Hoffnung auf ein Unentschieden am Leben hielt. Den Schlussdurchgang dominierten dann aber wieder die Hausherren: Kern steigerte sich auf sehr gute 580:547 Kegel und holte ebenso seinen Einzelpunkt wie Teichert, der mit 584:562 Kegeln gewann. Die beiden Zusatzpunkte gingen mit einem deutlichen Plus von 169 Kegeln auf das Konto des KVG zum Endstand von 6:2.
Durch diesen Heimsieg bleibt der KVG hinter dem nun feststehenden Meister KSC Hattenburg (28:2 Punkte), der SG Aulendorf (21:9) und dem SVH Königsbronn (20:10) mit 19:11 Punkten auf Rang vier, bleibt aber immerhin im Kampf um die Vizemeisterschaft im Rennen.
