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KVG erleidet Rückschlag im Titelrennen

Nach zuletzt sechs Siegen in Folge hat es den KV Geislingen wieder erwischt: Zum Rückrundenauftakt setzte es bei der SG Aulendorf trotz guter Leistung eine 2,5:5,5-Niederlage bei einer Gesamtkegelzahl von 3549:3644 aus Sicht des KVG. Damit muss der KVG im Kampf um die Meisterschaft den Kontakt zur Spitze vorerst etwas abreißen lassen.

In Aulendorf begannen Benjamin Teichert gegen Fabian Weber und Marvin Kurz gegen Christoph Lämmle. Teichert startete gut und ging zunächst mit 2:0 Sätzen und 296:285 Kegeln in Führung. Weber schlug aber imposant zurück, verkürzte mit 167:156 auf 1:2 und schien auf der Schlussbahn das Duell noch drehen zu können, doch Teichert behielt im letzten Abräumen einen kühlen Kopf und machte mit 3:1 Sätzen und 584:581 Kegeln den ersten Punkt für den KVG klar. Auf den anderen Bahnen entwickelte sich zwischen Kurz und Lämmle von Beginn an ein hochklassiges Duell, in dem beide Kontrahenten ausgezeichneten Kegelsport zeigten. Kurz begann furios mit 169 Kegeln, musste diesen Satz aber dennoch Lämmle überlassen, der sagenhafte 173 Kegel zu Fall brachte. Auch im zweiten und dritten Durchgang hatte der Geislinger mit 153:159 und 160:165 jeweils knapp das Nachsehen, sodass er vor der Schlussbahn bereits aussichtslos mit 0:3 (482:497) zurück lag. Im letzten Durchgang machte Kurz noch ein paar Kegel gut (153:145), gab aber trotz hervorragender 635:642 Kegel mit 1:3 Sätzen sein Einzel ab.

Mit einem 1:1 nach Punkten und einem Rückstand von vier Kegeln ging das Mittelpaar auf die Bahnen. Dort traf Robin Winkler auf Marco Schmidt, während Jan Schimmel, der für Matthias Hecht wieder in die Startformation gerückt war, Kai Lämmle gegenüberstand. Winkler kam auf der ersten Bahn überhaupt nicht zurecht (127:135), kam dann aber immer besser ins Spiel und ging nach drei Bahnen mit 2:1-Sätzen (423:418) in Führung. Winkler sah bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aus, doch Schmidt schaffte mit einem starken Schlussspurt nicht nur den Satzausgleich, er knöpfte Winkler beim Gleichstand von jeweils 570 Kegeln auch noch einen halben Mannschaftspunkt ab. Schimmel machte auf der anderen Seite zwar ein ordentliches Spiel, gegen Lämmle war er an diesem Tage aber chancenlos. Mit 0:4 Sätzen und 571:603 Kegeln ging dieser Punkt klar auf das Konto der Oberschwaben.

Vor der Schlusspaarung, in der David Kern gegen Marco Chioditti und Herbert Fäßler gegen Pasca Hartwig spielten, lag der KVG damit mit 1,5:2,5 Punkten und 36 Kegeln zurück. Gleich auf der ersten Bahn machten die Aulendorfer klar, wer an diesem Tage als Sieger von den Bahnen gehen würde. Kern verlor gegen den glänzend aufgelegten Chioditti mit 145:167 ebenso wie Fäßler, der nach einem holprigen Start (142:157) in Rückstand geriet, wodurch der Rückstand für den KVG bereits satte 73 Kegel betrug. Nach einem Durchhänger im zweiten Satz (129:174) steigerte sich Kern im zweiten Spielabschnitt deutlich, gegen den Tagesbesten Chioditti, der mit ausgezeichneten 657 Kegeln aufwartete, hatte er aber keine Chance und verlor trotz guter 582 Kegel mit 1:3 Sätzen. Fäßler schaffte mit einer tollen 170:142er Bahn den Satzausgleich, ehe er erneut in Rückstand geriet (145:147). Im letzten Durchgang glich Fäßler erneut aus und gewann mit sehr guten 607:591 Kegeln einen weiteren Mannschaftspunkt für sein Team.

Durch die Niederlage musste der KVG den Kontakt zur Tabellenspitze etwas abreißen lassen. Spitzenreiter KSC Hattenburg gab sich auch beim Schlusslicht TSG Bad Wurzach keine Blöße und führt die Tabelle mit jetzt 18:0 Punkten souverän an. Neuer Zweiter ist der SVH Königsbronn (14:6) vor dem KV Geislingen (13:5), der aber noch ein Nachholspiel gegen Hattenburg auszutragen hat.

Published inMänner 1Spielbetrieb