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Niederlage im Topspiel lässt Titelträume platzen

Der KV Geislingen hat sein Nachholspiel gegen den Tabellenführer KSC Hattenburg in einem spannenden Match, in dem beide Teams etwas hinter ihren Erwartungen zurückblieben, mit 2:6 Punkten (3406:3439 Kegel) verloren. Mit dieser Niederlage hat sich der KVG, der mit fünf Punkten Rückstand auf den bisher verlustpunktfreien Verbandsliga-Primus ins Spiel gegangen war, praktisch aus dem Titelrennen verabschiedet, bleibt aber dennoch Tabellenzweiter.

Zu Beginn erwischte Robin Winkler einen sehr guten Start und ging gegen Dennis Zohner mit 2:0 Sätzen und 297:283 in Führung. Parallel dazu drückte auch Marvin Kurz (292) dem Duell mit dem schwach beginnenden Thomas Zaschka (249) seinen Stempel auf und führte ebenfalls mit 2:0 Sätzen. Im dritten Durchgang baute Winkler etwas ab und verlor knapp mit 134:139, während Kurz mit sehr guten 151:134 bereits vorzeitig seinen Mannschaftspunkt sicherte. Der KVG führte zu diesem Zeitpunkt bereits vielversprechend mit 69 Kegeln. Auf der Schlussbahn gelang Winkler nicht mehr viel (122:143) und so musste er Zohner nach 2:2 Sätzen mit 553:565 Zählern den Duellsieg überlassen. Kurz verlor zwar den letzten Satz (152:153), insgesamt gewann er aber klar mit sehr guten 595:536 Kegeln.

Das Geislinger Mittelpaar übernahm damit 1:1 Punkte und ein Plus von 47 Kegeln. Hier trafen Jan Schimmel auf Tobias Saiger und Benjamin Teichert auf Jochen Seitz. Schimmel startete furios und ging mit 159:143 in Führung, die er im zweiten Durchgang mit 137:128 ausbauen konnte. Im dritten Durchgang schien Saiger auf 1:2 zu verkürzen, doch Schimmel räumte hervorragend ab und machte mit 150:149 Kegeln das entscheidende 3:0. Auf der Schlussbahn drehte der Hattenburger aber enorm auf, gewann mit ausgezeichneten 172:152 Kegeln, Schimmel behielt bei 3:1 Sätzen aber auch in der Kegelzahl die Oberhand und gewann mit der Tagesbestleistung von sehr guten 598:592 Kegeln. Benjamin Teichert erwischte dagegen einen gebrauchten Tag: Nach einem schwachen Auftakt (123:138) und einem holprigen Start in den zweiten Durchgang, wechselte Geislingen aus und brachte Matthias Hecht für Teichert. Hecht konnte dem Duell aber auch nicht die entscheidende Wende geben und so ging dieser Punkt klar mit 0:4 Sätzen und mageren 516:572 Kegeln auf das Konto der Oberschwaben, die vor dem mit Spannung erwarteten Schlusspaar bei 2:2 Punkten hauchdünn mit drei Kegeln führten.

David Kern traf in seinem Match in Matthias Moser auf einen der schnittbesten Verbandsligaspieler der letzten Jahre, Herbert Fäßler stand dem Hattenburger Andre Weitzmann gegenüber. Kern verlor trotz sehr guten Spiels den ersten Durchgang denkbar knapp mit 152:154, Fäßler hatte nach mäßigem Start mit 134:131 Kegeln die Nase vorn. Auf der zweiten Bahn verloren die beiden Geislinger nach etwa ausgeglichenem Volle aufgrund eines schwachen Abräumens jeweils den Satz, wodurch Kern mit 0:2 Sätzen (276:301 Kegel) im Rückstand lag. Fäßler und Weitzmann wechselten nach 1:1 Sätzen kegelgleich (jeweils 272) auf die dritte Bahn. Insgesamt führte Hattenburg zu diesem Zeitpunkt mit 28 Zählern. Kern und Fäßler kämpften sich aber wieder zurück: Kern steigerte sich auf starke 154:142, während Fäßler mit 157:145 Kegeln erneut in Führung ging, sodass der Rückstand vor der alles entscheidenden Schlussbahn nur wieder vier Kegel betrug. Zwar zeigte das Geislinger Schlusspaar auch hier eine ansprechende Leistung, dem unwiderstehlichen Schlussspurt der Oberschwaben hatten Kern und Fäßler aber nichts mehr entgegenzusetzen. Kern verlor mit 142:150 und insgesamt 1:3 Sätzen (572:593) gegen den besten Hattenburger an diesem Tage, Fäßler verlor nicht nur den letzten Durchgang (143:164), sondern aufgrund der geringeren Kegelzahl (572:581) auch seinen Einzelpunkt. Mit der Differenz von 36 Kegeln gingen auch die beiden Zusatzpunkte an die Gäste zum Endstand von 2:6.

Nach der enttäuschenden Niederlage für den KVG wird sich der KSC Hattenburg bei noch sechs ausstehenden Spielen und einem Vorsprung von sieben Punkten auf Geislingen und das punktgleiche Team der SG Aulendorf die Meisterschaft höchstwahrscheinlich nicht mehr nehmen lassen.

Published inMänner 1Spielbetrieb