Der KV Geislingen II hat am vorletzten Spieltag beim Titelaspiranten und hoch favorisierten ESC Ulm ein 4:4-Unentschieden (3417:3430 Kegel) erkämpft und damit die Chance auf den Klassenerhalt am Leben erhalten. Mit einer insgesamt sehr guten Leistung zog der KVG II in der Tabelle mit dem TSV Niederstotzingen (2:6 bei der TSG Bad Wurzach II) nach Punkten gleich und kann nun am letzten Spieltag den lange Zeit nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt schaffen.
In Ulm starteten für den KVG Gerd Sperle gegen Patrick Hertrich und Sebastian Schmidt gegen Andre Stanonik. Sperle begann stark und ging souverän mit 2:0 Sätzen und 292:270 Kegeln in Führung. Nach einem schwachen dritten Durchgang (126:161) fing sich Sperle wieder, holte sich Satz Nummer vier und gewann mit 3:1 Sätzen und guten 571:570 Kegeln. Auf den anderen Bahnen begann Schmidt schwach gegen den furios aufspielenden Stanonik (125:167), steigerte sich dann aber deutlich mit Durchgängen zwischen 143 und 150 Kegeln. Dennoch verlor der Geislinger klar mit 1:3 Sätzen trotz guter 563:623 Kegel gegen den Tagesbesten Stanonik.
Mit 1:1 Punkten und einem Minus von 59 Kegeln übernahm das Geislinger Mittelpaar Jürgen Paukner und Robin Winkler. Paukner fand gegen Norbert Buder gut ins Spiel, auch wenn er den ersten Satz mit 138:153 Kegeln verlor. Der Geislinger leistete sich dann aber zwei ganz schwache Bahnen und lag vor dem letzten Durchgang bereits aussichtslos mit 0:3 Sätzen und 358:449 Kegeln zurück. Am Ende konnte Paukner nochmals zulegen, seine 0,5:3,5-Niederlage bei mageren 500:591 Kegeln war letztlich aber deutlich. Parallel dazu entwickelte sich zwischen Winkler und dem ehemaligen Vizeweltmeister Reiner Buschow ein ganz enges Match auf Augenhöhe. Winkler verlor den ersten Durchgang knapp mit 141:146, konterte aber umgehend mit ausgezeichneten 164:158 Kegeln zum 1:1-Satzausgleich. Nach einem erneuten Rückstand (149:157) kam der Geislinger auf der Schlussbahn erneut zurück und überflügelte den einbrechenden Buschow klar mit 155:122 und insgesamt hervorragenden 609:583 Kegeln. Damit lag der KVG vor dem Schlusspaar mit 2:2 nach den Einzeln in der Gesamtkegelzahl mit 124 Kegeln im Rückstand.
Hier ging für den KVG das Vater-Sohn-Gespann Oliver und Marcel Vogelbacher gegen die Ulmer Julian Fendt und Dennis Botzenhardt auf die Bahnen. Oliver Vogelbacher verlor den ersten Durchgang denkbar knapp mit 141:142, drehte sein Duell aber umgehend mit einer Weltklassebahn von 175:131. Marcel Vogelbacher ging derweil mit einer super Leistung und 300:267 Kegeln klar mit 2:0 Sätzen in Führung, wodurch der Rückstand in der Gesamtkegelwertung nur noch 46 Zähler betrug. Während Oliver Vogelbacher mit 144:131 auch den dritten Satz gewann, spielte sein Sohn 128:128, der Rückstand betrug vor der Schlussbahn nur noch 33 Kegel. Zwar kamen die beiden Geislinger insgesamt immer näher heran, Oliver Vogelbacher siegte mit sehr guten 601:548 Kegeln, Marcel Vogelbacher mit ebenfalls sehenswerten 573:515, am Ende retteten die Donaustädter aber einen Vorsprung von 13 Kegeln ins Ziel und damit das 4:4-Unentschieden.
Während der KVG II weiterhin vom Klassenerhalt träumen darf, bedeutet dieses Remis einen herben Dämpfer im Titelrennen für den ESC Ulm, der jetzt am letzten Spieltag auf einen Ausrutscher von Tabellenführer SF Friedrichshafen II hoffen muss, um doch noch den Titel und den damit verbundenen Verbandsliga-Aufstieg schaffen zu können.
