Der KV Geislingen hat sein Zweitrundenspiel im Pauly DKBC-Pokal klar mit 2:6 Punkten (3375:3604 Kegel) gegen den Zweitbundesligisten TSV 90 Zwickau verloren. Während die Gastgeber einen schwachen Tag erwischten, spielten die Gäste aus Sachsen einen neuen Mannschaftsbahnrekord und zogen durch den nie gefährdeten Sieg recht locker in die 3. Runde ein.
Für den KVG starteten Robin Winkler gegen Zwickaus Ausnahmeathlet und ehemaligen Nationalspieler Lars Pansa, Marvin Kurz traf parallel dazu auf Michael Ziegert. Winkler begann ordentlich, hatte im ersten Durchgang bei 140:173 Kegeln aber trotzdem keine Chance. Im zweiten Durchgang steigerte sich Winkler immens und gab lange Zeit den Ton an, während Pansa jedoch keineswegs nachließ. Erst mit dem letzten Wurf vergab Winkler den schon sicher geglaubten Satzausgleich (171:172). Den dritten Durchgang holte sich Winkler knapp mit 153:150, ehe er am Ende mit 134:150 Kegeln verlor und insgesamt trotz sehr guter Leistung mit 1:3 Sätzen und 598:645 Kegeln gegen den Tagesbesten Pansa klar das Nachsehen hatte. Marvin Kurz konnte den ersten Satz noch sehr deutlich mit 149:132 Kegeln für sich entscheiden, im weiteren Verlauf leistete er sich aber zu viele Fehler und hatte gegen den sich deutlich steigernden Ziegert keine Chance mehr. Mit 1:3 Sätzen und schwachen 547:597 Kegeln ging auch dieser zweite Punkte auf das Konto der Sachsen, die damit bereits mit 97 Kegeln in Führung lagen.
Im Mittelpaar trafen Jan Schimmel und Benjamin Teichert auf das Zwickauer Brüderpaar Patrick und Nico Voigt. Während Schimmel den ersten Satz gegen Patrick Voigt noch ausgeglichen gestalten konnte (147:147), hatte er auf den folgenden Bahnen gegen den großartig aufspielenden Zwickauer keine Chance mehr. Mit 0,5:3,5 Sätzen und 561:640 Kegeln war auch dieser Punkt eine klare Angelegenheit für die Gäste. Parallel dazu erwischte Teichert einen völlig gebrauchten Tag und fand nie zu seinem gewohnten Spiel. Mit mageren 532:608 Kegeln verlor er alle vier Sätze und dadurch bereits das vierte Duell für den KVG. Damit war das Match bereits endgültig entschieden, weil der KVG selbst bei einem theoretisch noch möglichen 4:4 schon aussichtlos mit 2,5:15,5 Sätzen im Rückstand lag.
Im Schlusspaar ging es für den KVG damit nur noch um reine Ergebniskosmetik: Während David Kern auf Martin Hamann traf, überließ der etatmäßige Schlussspieler und Mannschaftskapitän Herbert Fäßler aus Gründen der Belastungssteuerung Sebastian Schmidt die Bahnen, der in seinem Duell Torsten Scholle gegenüberstand. Kern zeigte eine durchweg gute Partie und gewann alle vier Durchgänge gegen Hamann. Mit 4:0 Sätzen und 586:564 Kegeln holte Kern den ersten Ehrenpunkt für den KVG in diesem Spiel. Spannender verlief das Duell zwischen Schmidt und Scholle, bei dem die Führung ständig hin- und herwechselte. Nach einer 1:0-Führung (133:123 Kegel) lag der Geislinger vor der Schlussbahn mit 1:2 zurück, ehe er am Ende wiederum den 2:2-Ausgelich schaffte und hauchdünn mit 551:550 Kegeln den zweiten Mannschaftspunkt für sein Team holen konnte.
So sah das Endergebnis von 2:6 Punkten bei einem Minus von 229 Kegeln gar nicht mehr ganz so drastisch aus, wie es sich nach dem Mittelpaar dargestellt hatte. Jetzt gilt es für den KVG den vollen Fokus wieder auf den Verbandsliga-Alltag zu legen. Bereits am kommenden Samstag wartet im Auswärtsspiel beim Topfavoriten der Liga, der SG Aulendorf, die nächste ganz hohe Hürde für das Team aus der Fünftälerstadt, bei dem aber eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Pokalspiel nötig sein wird, wenn man etwas Zählbares aus Oberschwaben mitnehmen will.
