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Totgesagte leben länger

Der KV Geislingen II hat mit einem überraschenden Auswärtssieg im Kellerduell beim TSV Niederstotzingen die Chance auf den Klassenerhalt am Leben erhalten. Eine Niederlage beim Tabellenvorletzten hätte für den KVG II bereits vorzeitig den endgültigen Abstieg aus der Oberliga bedeutet, so aber konnte der KVG am Ende mit einem 5:3-Sieg (3362:3335 Kegel) den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen und ist dadurch bei zwei noch ausstehenden Spieltagen bis auf einen Punkt an Niederstotzingen und die TSG Bad Wurzach II herangekommen und darf wieder vom Klassenerhalt träumen.

In Niederstotzingen gingen zunächst Karl Weidenbacher gegen Erwin Bee und Gerd Sperle gegen Frank Bee auf die Bahnen. Weidenbacher bestätigte seinen Aufwärtstrend und lag nach einem 0:1-Satzrückstand vor der Schlussbahn mit 2:1 Sätzen und sehr guten 448:414 Kegeln in Führung. Bee kam ihm auf der Schlussbahn nochmals gefährlich nahe, Weidenbacher rettete aber bei 571:569 Kegeln ein Plus von zwei Zählern über die Ziellinie und holte damit den ersten Punkt für die Gäste. Auch Sperle startete hervorragend in sein Match und führte zur Halbzeit souverän mit 2:0 Sätzen (304:272). Zwar baute Sperle in der Folge etwas ab, dennoch gewann er sicher mit 3,5:0,5 Sätzen und ebenfalls sehr guten 569:536 Kegeln.

Das Mittelpaar Sebastian Schmidt und Jürgen Paukner gingen mit einem 2:0-Vorsprung (plus 35 Kegel) gegen Peter Heiske und Bernd Mauterer auf die Bahnen. Schmidt zeigte von Beginn an eine sehr starke Partie, trotzdem lag er nach zwei Durchgängen mit 0:2 Sätzen und 294:316 Kegel gegen den noch besser spielenden Heiske zurück. Schmidt blieb aber dran, verkürzte zunächst auf 1:2 (156:131), musste dann aber den letzten Durchgang wieder knapp mit 146:148 abgeben, sodass er trotz der höheren Kegelzahl (596:595) mit 1:3 Sätzen und damit seinen Einzelpunkt verlor. Paukner kam im ersten Durchgang gegen Mauterer gewaltig unter die Räder (123:153), konterte aber direkt im zweiten Durchgang (155:131). In der Folge ließ Mauterer Paukner keine Chance mehr, der am Ende mit 1:3 Sätzen und 538:588 Kegeln das Nachsehen hatte.

Mit einem Zwischenstand von 2:2 Punkten und einem Rückstand von 14 Kegeln gingen Marcel Vogelbacher gegen Helmut Lehmann und Reiner Fuchs gegen Dietmar Müller auf die Bahnen. Vogelbacher startete glänzend (157:128), musste auf der zweiten Bahn aber mit 124:127 den Satzausgleich hinnehmen. Gleichzeitig kam Reiner Fuchs nach seiner 128:145-Auftaktniederlage überragend zurück und schaffte mit 156:131 Kegeln seinerseits den Ausgleich. In der Gesamtkegelzahl führte jetzt aber der KVG mit 20 Zählern. Den dritten Durchgang verlor Vogelbacher denkbar knapp (143:144), Fuchs hingegen ging dank einer 134:129er Bahn mit 2:1 in Führung. Im äußerst nervenaufreibenden Finale verlor Vogelbacher in einem von beiden Seiten ganz schwachen Durchgang mit 108:112 zum Endstand von 1:3 (532:511 Kegel). Fuchs hingegen behielt die Nerven und machte mit 138:131 Kegeln seinen Einzelsieg (3:1, 556:536) und damit auch den Gesamtsieg für sein Team, das am Ende die beiden Mannschaftspunkte mit einem Plus von 27 Kegeln gewann, perfekt.

Da die TSG Bad Wurzach II höchstwahrscheinlich absteigen muss, da deren 1. Mannschaft nur noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt in der Verbandsliga hat und damit in die Oberliga absteigen muss, würde es dem KVG II reichen, in den letzten beiden Partien den TSV Niederstotzingen noch abzufangen.

Published inMänner 2Spielbetrieb