Der KV Geislingen hat sein erstes Heimspiel in diesem Kalenderjahr souverän mit 6:2 Punkten (3485:3363 Kegel) gegen die Fire Pins Essingen gewonnen. Zwar fehlten den Hausherren dieses Mal die großen Einzelergebnisse über der 600er-Marke, durch eine äußerst geschlossene Mannschaftsleistung war der Heimerfolg gegen den Tabellenvorletzten am Ende aber klar verdient.
Im Startpaar gerieten Herbert Fäßler und Marvin Kurz zunächst jedoch gehörig unter Druck: Fäßler verlor den ersten Satz mit 135:151 gegen Dejan Markovski, während Kurz mit 135:169 Kegeln gegen Thomas Fedyna unterlag, sodass der KVG schon nach der ersten Bahn mit 50 Kegeln im Rückstand lag. Im weiteren Verlauf spielte Fäßler zwar gut ins Volle, zeigte beim Abräumen aber eklatante Schwächen, was ihn nach einer 2:1-Satzführung (431:397) am Ende beinahe noch seinen Einzelsieg kostete. Mit 569:564 Kegeln nach 2:2 Sätzen rettete Fäßler gerade einmal fünf Kegel über die Ziellinie. Kurz steigerte sich ab der Mitte des zweiten Durchgangs und startete nach einem 0:2-Rückstand (277:318) eine intensive Aufholjagd, bei der er erst mit 152:137 Kegeln auf 1:2 verkürzte und den schwächelnden Fedyna auf der Schlussbahn in große Bedrängnis brachte. Erst ein Neuner des Essingers im vorletzten Wurf besiegelte die knappe Niederlage (2:2 Sätze, 576:582 Kegel) von Kurz, wodurch das Geislinger Startpaar mit 1:1 Punkten und einem Rückstand von einem Zähler in der Gesamtkegelzahl von den Bahnen ging.
Die Geislinger Mittelachse bildeten diesmal Jan Schimmel, der auf Andre Szautner traf, und Robin Winkler, der in seinem Duell dem Essinger Kapitän Markus Milz gegenüberstand. Schimmel begann verhalten (129:125), ehe er mit 160:130 Kegeln überzeugte und komfortabel mit 2:0 Sätzen (289:255) in Führung ging. In der zweiten Hälfte kam Szautner immer besser ins Spiel und wie schon in den beiden Duellen im Startpaar wurde es am Schluss nochmals richtig eng: Schimmel musste zwar noch den 2:2-Satzausgleich hinnehmen, behielt aber mit Glück und Geschick mit 571:566 Kegeln die Oberhand. Parallel dazu startete Winkler fulminant mit überzeugenden 172:145 Kegeln. Zwar konnte der Geislinger dieses Topniveau nicht halten, dennoch beherrschte er sein Duell mit drei weiteren soliden Durchgängen und gewann vor allem dank seines hervorragenden Abräumergebnisses von 229 Kegeln mit der Tagesbestleistung von sehr guten 596:541 glatt mit 4:0 Sätzen.
Damit ging das KVG-Schlusspaar David Kern und Benjamin Teichert mit einem Vorsprung von 3:1 Punkten und 59 Kegeln auf die Bahnen und beide Geislinger ließen von Beginn an keine Zweifel am Heimerfolg ihres Temas aufkommen. Kern ging gegen Zeljko Skrobot mit zwei sehr guten Durchgängen mit 2:0 (307:279) in Führung, während Teichert gegen Heiko Schmidt knapp mit 0,5:1,5 Sätzen und 289:295 Kegeln zurücklag. In der Gesamtkegelzahl führt der KVG zu diesem Zeitpunkt bereits mit 81 Kegeln, was einer Vorentscheidung in dieser Partie gleichkam. Kern baute auf den Schlussbahnen seinen Vorsprung weiter aus und gewann nach einer insgesamt sehr guten Leistung sicher mit 4:0 Sätzen und 593:548 Kegeln, Teichert, der im dritten Durchgang den Satzausgleich schaffte (148:123), musste mit der allerletzten Kugel nach 1,5:2,5 Sätzen trotz der besseren Kegelzahl (580:562) noch seine Einzelniederlage hinnehmen, was für die Gäste aus Essingen nicht mehr als Ergebniskosmetik war, zumal die beiden Zusatzpunkte mit der Differenz von 122 Kegeln klar auf das Konto der Gastgeber zum verdienten 6:2-Sieg wanderten.
Am kommenden Samstag kommt es für den KVG im Achtelfinale des WKBV-Pokals zu einem echten Knaller, wenn der VfL Stuttgart-Kaltental im Geislinger BKC gastiert. Das Team aus der Landeshauptstadt war in der vergangenen Saison als Meister der Verbandsliga in die Baden-Württemberg-Liga aufgestiegen und kämpft dort momentan gegen Abstieg. Die Titelverteidiger aus der Fünftälerstadt wollen den klassenhöheren Gästen natürlich ein Bein stellen und ins Viertelfinale einziehen. Spielbeginn ist wie gewohnt um 12 Uhr.
