Der KV Geislingen II hat am viertletzten Spieltag im Heimspiel gegen den SVH Königsbronn II ein 4:4-Unentschieden geholt. Den Geislingern unterlief in diesem Match allerdings ein Wechselfehler: Da mit Karl Weidenbacher und Marcel Vogelbacher bereits zwei Spieler in der Startaufstellung standen, die am letzten Spieltag in der 1. Mannschaft im Einsatz waren, hätte Benjamin Teichert nach seinem Verbandsligaspiel unmittelbar zuvor nicht eingewechselt werden dürfen. Damit wird – vorbehaltlich der finalen Entscheidung der Staffelleiterin – das Ergebnis von Marcel Vogelbacher gestrichen, was am Endstand von 4:4 allerdings keine Auswirkungen hätte.
Im Startpaar kegelten Karl Weidenbacher gegen Ricardo Mattioli und Sebastian Schmidt gegen Pascal Iannaccone. Weidenbacher lag nach einer 1:0-Satzführung (137:134) trotz sehr soliden Spiels vor der Schlussbahn mit 1:2 (411:439) gegen den glänzend aufgelegten Mattioli zurück. Weidenbacher kam mit einem tollen Schlussspurt (163) auf sehr gute 574 Kegel, Mattioli (598) konnte er damit aber nicht mehr gefährden. Parallel dazu zeigte Schmidt ebenfalls eine sehr gute Leistung gegen Königsbronns Verbandsligaspieler Iannaccone. Der Geislinger hatte in jedem der vier Sätzen, die allesamt äußerst eng waren, in den entscheidenden Momenten die Nase vorn und gewann glatt mit 4:0 Sätzen und starken 573:558 Kegeln.
Mit 1:1 Punkten und einem Minus von 9 Kegeln nahmen Reiner Fuchs und Kapitän Oliver Leicht ihr Spiel auf. Fuchs zeigte gegen Bernd Brugger eine tolle Partie und entschied sein Duell bereits vorzeitig, als er mit 3:0 Sätzen in Führung ging. Mit 3:1 Sätzen und sehr guten 570:529 Kegeln holte sich Fuchs in überzeugender Manier seinen Einzelpunkt. Leicht hatte dagegen gegen Fabian Maier zunächst gar keinen Auftrag und lag nach der Hälfte mit 0:2 Sätzen und schwachen 222:291 Kegeln zurück. Geislingen wechselte Teichert für Leicht ein, wobei zunächst niemandem auffiel, dass damit mit Teichert der dritte Spieler, der zuletzt in der 1. Mannschaft gespielt hatte, eingesetzt wurde. Teichert begann sofort mit seiner grandiosen Aufholjagd, gewann die beiden Folgesätze mit 166:103 und 131:110 und holte dank der besseren Kegelzahl von insgesamt 519:504 doch noch den Mannschaftspunkt für sein Team.
Damit gingen die beiden Vater-Sohn-Gespanne auf beiden Seiten mit einem 3:1-Vorsprung (plus 50 Kegel) für den KVG ins Schlusspaar: Für Geislingen trafen Marcel und Oliver Vogelbacher auf die Königsbronner Florian und Paul Oker. Zu Beginn des Schlusspaars fiel den Gastgebern ihr Missgeschick auf, da aber kein weiterer Ersatzspieler zur Verfügung stand, spielte Marcel Vogelbacher durch. Zwar zeigte er eine ordentliche Partie mit 535 Kegeln, Florian Oker spielte mit ausgezeichneten 599 Kegeln die Tagesbestleistung und ließ Vogelbacher keine Chance. Oliver Vogelbacher musste damit sein Duell gewinnen, um wenigstens das Unentschieden zu sichern. Beide Routiniers lieferten sich ein ausgeglichenes Match, bei dem sich keiner der beiden entscheidend absetzen konnte und so ging es mit 1,5:1,5 Sätzen (425:431) auf die Schlussbahn. Während Oker etwas nachließ, spielte Vogelbacher konsequent weiter und holte sich den letzten Durchgang mit 141:129 Kegeln, wodurch er mit 2,5:1,5 Sätzen und 566:560 Kegeln den vierten Einzelpunkt für den KVG eintütete.
In der Tabelle bleibt der KVG II mit jetzt 5:25 Punkten Letzter hinter der TSG Bad Wurzach II und dem TSV Niederstotzingen (jeweils 8:22). Am kommenden Wochenende muss der KV Geislingen II unbedingt beim TSV Niederstotzingen gewinnen, falls der Klassenerhalt doch noch geschafft werden soll.
