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17 Kegel fehlen zum Podest

Das Ü50-Team des KV Geislingen hat bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Senioren den undankbaren 4. Platz belegt. Dabei lag das Team, das sich als Württembergischer Meister für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert hatte, lange Zeit auf Medaillenkurs, ehe es am Ende doch noch mit leeren Händen nach Hause fahren musste.

Bei der Deutschen Meisterschaft, die im Kegelzentrum in Augsburg ausgetragen wurde, waren 16 Teams am Start, gekegelt wurde in Viererteams rein nach Kegelwertung über 12 Bahnen.

Der KVG griff erst im zweiten Durchgang ins Turniergeschehen ein und schickte zunächst Gerd Sperle ins Rennen. Sperle fand sich recht schnell sehr gut auf den nicht einfach zu bespielenden Bahnen zurecht und zeigte vor allem ins Abräumen einen starken Auftritt. Nach Durchgängen von 148, 141 und 150 Kegeln baute er am Ende etwas ab (127), mit insgesamt guten 566 Kegeln brachte Sperle sein Team aber bereits gut in Stellung.

Als zweiter Geislinger ging Herbert Fäßler auf die Bahnen, der dank eines hervorragenden ersten Abräumens mit ausgezeichneten 163 Kegeln startete. Mit 138 und 145 Kegeln spielte Fäßler zunächst auf hohem Niveau weiter, ehe er auf der Schlussbahn (123) zu unsauber agierte und sich mit 570 Kegeln zufrieden geben musste. Damit lag der KVG nach den jeweils ersten zwei Startern in dem noch relativ engen Feld bereits auf dem 3. Platz, der Bayerische Meister KV Karlstadt hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits leicht abgesetzt und lag 43 Kegel vor dem KVG.

Geislingens Norbert Buder startete solide mit 136 Kegeln, ehe er im zweiten Durchgang erhebliche Schwierigkeiten mit der Bahn hatte und bei 117 Kegeln hängen blieb. Buder kämpfte sich aber zurück, glänzte auf den beiden folgenden Bahnen mit 153 und 156 Kegeln und schraubte so sein Gesamtergebnis auf noch gute 562 Kegel, wodurch der KVG nach jeweils drei Spielern mit insgesamt 1698 Kegeln hinter dem KV Karlstadt (1725) auf dem Silberrang lag, noch vor dem KVK Burgenland (Sachsen-Anhalt, 1692), dem KV Bamberg (1679) und dem VfL Stuttgart-Kaltental (1676). Der badische Vertreter KV 1980 Nussloch (1649) schien dagegen schon abgeschlagen zu sein.

Im Finale gingen zunächst die Schlussspieler der Mannschaften auf den Plätzen 9-16 auf die Bahnen, wobei sich kein Team mehr entscheidend nach vorne spielen konnte, sodass das Rennen im letzten Durchgang mit den Teams auf den Plätzen 1-8 entschieden werden musste. Für Geislingen ging hier Oliver Vogelbacher ins Spiel, der aber von Beginn an keinen richtigen Zugriff auf die Bahnen finden sollte. Nach einem verhaltenen Beginn (127 Kegel) steigerte sich der Geislinger Kapitän auf 141 Kegel und lag mit seinem Team zu diesem Zeitpunkt noch immer auf Platz zwei, allerdings holte Bamberg immer weiter auf und auch der Nusslocher Erik Schielike machte mit einem klasse Spiel Kegel für Kegel gut und hatte in der Gesamtwertung zu diesem Zeitpunkt schon beinahe auf Vogelbacher aufgeschlossen. Am Ende wurde der KV Karlstadt überlegener neuer Deutscher Meister (2298 Kegel), Schielike zog sein Spiel eiskalt durch und katapultierte den KV 1980 Nussloch mit der Tagesbestleistung von 609 Kegeln (gesamt 2258) auf den 2. Platz. Im Kampf um Platz 3 musste Vogelbacher, der bei schwachen 529 Kegeln hängen blieb, letztlich auch den Bamberger Michael Seuß (565) ziehen lassen. Bamberg schnappte sich damit mit 2244 Kegeln die Bronzemedaille, vor dem KV Geislingen, der mit 2227 Kegeln auf den undankbaren und nach dem Spielverlauf enttäuschenden vierten Platz zurückfiel.

Published inSeniorenSpielbetrieb