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Mittzwanziger des KV unter Zugzwang

Dem KV Geislingen 2000 steht in der Verbandsliga, der dritthöchsten Spielklasse im Sportkegeln, eine schwierige Saison bevor. Besonders die Spieler aus der damaligen eigenen Jugend sind jetzt gefordert.

Einen Paukenschlag gab es innerhalb des KV bereits noch in der Sommerpause, als Matthias Reiter, dem die Geislinger sehr viel zu verdanken haben, seinen Wechsel zum ESC Ulm bekanntgab. Damit ist neben Christian Koller, der aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beendete, ein weiterer sehr wichtiger Leistungsträger nicht mehr verfügbar. Nun klafft eine gewaltige Lücke im Leistungsspektrum des Geislinger Teams, die irgendwie gestopft werden muss.

Hierbei kann der KV seine Hoffnung teilweise auf Neuzugang Karl Weidenbacher setzen, der 2019 Deutscher Vizemeister im Sprint wurde und bereits in der Vorbereitung tolle Ergebnisse erzielen konnte. Mit Phillip Scheel (22) und Marvin Kurz (20), die schon letzte Saison das schwarze KV-Trikot trugen und teilweise sehr gute Leistungen zeigten, ist das Verbandsligateam in der Breite sehr gut aufgestellt.

Nachdem sich die vereinseigenen „Nachkommen“, die seit vielen Jahren schon in der Mannschaft sind, bis jetzt ein bisschen auf den großen Namen und Leistungen eines Herbert Fäßler, Matthias Reiter und Christian Koller ausruhen konnten, treten die bekannten Gesichter nun in den Vordergrund. Verstecken und „nur mitziehen“ ist nun nicht mehr genug, das ist David Kern (23), Jannis Fuchs (22), Robin Winkler (22) und Jan Schimmel (23) bewusst. Nachdem Kern schon lange zu den Leistungsträgern gehört, wollen auch seine Kollegen diesen Schritt gehen. Vor allem Fuchs, der in der Vorbereitung und gegen Ende letzter Saison hervorragende Ergebnisse auf die Bahn brachte, könnte zu einer wichtigen Stütze avancieren.

Oliver Vogelbacher, eine Art letzter Mohikaner im Team und einziger Spieler mit einem Alter (46) von über 23 Jahren, zeigt in seinen Trainingsleistungen eine gute Form und wird mit seiner Erfahrung ein sehr wichtiger Bestandteil in der kommenden Saison sein. Vogelbacher wiederum zeigte sich mit den neuesten Leistungen seiner Mitspieler beim Testspiel in Bad Wurzach zufrieden, als diese nahezu 3500 Kegel zu Fall brachten und eine Woche später das eigene Vorbereitungsturnier, den Kaiser-Pokal, gewinnen konnten.

Solche Holzzahlen müssen in der Saison, vor allem auf ergiebigen Auswärtsbahnen, regelmäßig erspielt werden, wollen die Geislinger den Klassenerhalt schaffen. Aufgrund der erwähnten Abgänge kein einfaches Unterfangen. Vor allem aber wird es wichtig sein, den Heimvorteil auf den nicht ganz einfachen Plattenbahnen im Kegelzentrum ausnutzen zu können und dort gegen direkte Konkurrenten keine Punkte zu verlieren. Mit dem ersten Saisonspiel gegen den VfL Stuttgart-Kaltental (14.09. um 15:30) steht gleich ein wichtiges Spiel an, bei dem ein Patzer nicht erlaubt sein darf.

Published inMänner 1Spielbetrieb